Wenn ihr hier gelandet seid, habt ihr wahrscheinlich bereits eine der besten Entscheidungen eurer Asien-Reise getroffen, die ihr hättet treffen können: Ihr wollt nach Angkor in Kambodscha.

Angkor zu besuchen ist überwältigend und eins der schönsten Dinge, die wir auf unserer Weltreise gemacht haben. Wenn ihr nur ein klitzekleines bisschen mehr vom Reisen erwartet als Sonne, Strand und Meer, wird euch Angkor hoffentlich genau so beeindrucken wie uns. Maria war Ende 2014 bereits einmal hier und wollte Jan diese Erfahrung nicht vorenthalten. Also sind wir im April 2019 nach Siem Reap gefahren, um für drei Tage Angkor zu erkunden. Es war auch beim zweiten Mal toll.

Noch eine Begriffsklärung vorneweg: Angkor ist nicht gleich Angkor Wat, auch wenn beides häufig synonym verwendet wird. Angkor war das Reich der alten Khmer, dessen Zentrum sich ein paar Kilometer nördlich des heutigen Siem Reap befand. Der Begriff Angkor wird auch für dieses Gebiet genutzt. Angkor Wat hingegen ist „nur“ ein Tempel innerhalb des Komplexes, wenn auch der wichtigste und beeindruckendste.

Hier geht’s direkt zu den einzelnen Tipps:

Unterkunft in Siem Reap
In Siem Reap
Temperaturen und Wetter
Tickets
Öffnungszeiten der Tempel
Unterwegs in Angkor
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Angkor
Route durch Angkor
Verpflegung und Souvenirs in Angkor

Unterkunft in Siem Reap

Um Angkor zu sehen, ist es relativ unerheblich, wo in Siem Reap ihr eure Unterkunft sucht. Je weiter nördlich, desto kürzer ist die Fahrt zu den Tempelruinen, aber wir sprechen hier über Unterschiede von maximal einer halben Stunde. Wer – wie wir empfehlen – Angkor mit den Tuk Tuk besucht, wird ohnehin an seiner Unterkunft abgeholt und dort wieder hingebracht.

Wichtiger kann die Wahl der Unterkunft werden, wenn es um das tägliche Abendessen geht. Je weiter ihr euch vom Zentrum der Stadt entfernt, desto schwieriger kann es werden, abends fußläufig etwas zu essen zu bekommen. Denn nach einem Tag in Angkor werdet ihr großen Hunger haben, aber wenig Lust und Energie, noch besonders weit zu laufen.

In Siem Reap

Die meisten Besucher werden sich in Siem Reap nur so lange aufhalten wie notwendig, um Angkor zu besuchen. Auch wir wollten dort nicht mehr Tage investieren und haben die Entscheidung nicht bereut. Angkor ist und bleibt die Hauptattraktion in der Gegend und danach kommt sehr lange nichts.

Siem Reap profitiert natürlich stark von der Nähe zu Angkor und in der Innenstadt tummeln sich Touristen, Backpacker, Souvenirverkäufer und Tuk Tuk Fahrer auf der Suche nach Kundschaft. Es gibt die „Pub Street“ (Street 8), die sich genau im Zentrum befindet und an der die verschiedensten kulinarischen du alkoholischen Genüsse beworben werden.

Günstiger, authentischer und wahrscheinlich auch besser (wir haben uns das Vergleichsessen in der „Pub Street“ gespart) ist es an den Streetfood-Ständen direkt am Fluss. Diese Stände werden am frühen Abend aufgebaut und es gibt einfache, aber meist gute einheimische Gerichte und frische Fruchtsäfte, die man auf den üblichen winzigen Plastikstühlen sitzend zu sich nimmt.

Temperaturen und Wetter in Angkor

Vorneweg: In Kambodscha ist es das ganze Jahr über heiß. Reisende sollten immer ausreichend Wasser dabeihaben. (Tipp: Auffüllbare Trinkflaschen und ein kleiner Wasserfilter oder alternativ Chlortabletten helfen, Abfall zu vermeiden und machen euch ein bisschen unabhängiger von Wasserflaschenverkäufern.)

November bis Februar sind die angenehmsten Monate mit Temperaturen um die 30 °C. Dann ist es außerdem trocken und die hohen Temperaturen lassen sich besser aushalten als daheim. Es ist aber auch die Zeit, in der sich die meisten Touristen in Angkor tummeln.

Von Februar bis April steigen die Temperaturen dann stetig und erreichen ihren Höhepunkt im April. 40 °C und mehr sind keine Seltenheit. Aufgrund unserer geänderten Reiseplanung erreichten wir Siem Reap mitten im April und kamen in den Genuss von vergleichsweise leeren Tempelanlagen. Da wir ziemlich stur sind und mit solchen Temperaturen einigermaßen umgehen können, waren wir trotz der Hitze drei volle Tage in Angkor unterwegs. Andere Reisende erzählten uns, sie seien morgens so früh wie möglich gestartet, um mittags ruhigen Gewissens zurückzufahren und in ihre Hotelpools zu springen.

Von April bis Oktober steigt dann auch die durchschnittliche Regenmenge, was ganz reizvoll sein kann, weil dann die Seen mit Wasser gefüllt sein können. Im April waren die meisten komplett ausgetrocknet. Solltet ihr während der Regenzeit hier sein, lohnt es sich, ein Tuk Tuk mit seitlich herunterrollbarem Regenschutz auszuwählen.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels sind all diese Prognosen natürlich zunehmender unsicher. Nur eins gilt als sicher: Es wird heiß in Angkor.

Tickets für Angkor

Der Angkor Pass kann nur am offiziellen Ticket Center geholt werden. Dieses befindet sich 4 Kilometer von Siem Reap entfernt. Euer Tuk Tuk Fahrer wird euch an eurem ersten Tag dorthin bringen.

Das Ticket Center ist jeden Tag geöffnet von 04:30 bis 17:30.

Es gibt drei verschiedene Tickets und keine Ermäßigungen. Lediglich Kinder unter 12 Jahren dürfen Angkor kostenfrei besuchen. Nehmt eure Pässe mit (auch für kleine Kinder als Altersnachweis) und seid nicht verwundert, wenn ihr am Schalter fotografiert werdet. Eure Tickets werden personalisiert und sind nicht übertragbar. Sie werden jeden Tag beim Hineinfahren in das Tempelgebiet abgestempelt.

Ihr zahlt pro Person (Stand Oktober 2019):

37 US$ = 33,50 € für einen Tag,

62 US$ = 56 € für drei Tage und

72 US$ = 65 € für sieben Tage.

Gut zu wissen: Die Mehrtagestickets müssen nicht am Stück genutzt werden. Der Drei-Tages-Pass ist insgesamt 10 Tage gültig, der Sieben-Tages-Pass sogar 1 Monat.

Gut zu wissen, Teil 2: Ihr könnt euer Ticket schon ab 17:00 des Vortags holen und dann direkt zum Sonnenuntergang nach Angkor fahren. Dieser Vorabend-Ausflug ist dann gratis. (Abgesehen von den Kosten für den Tuk Tuk Fahrer natürlich.)

Öffnungszeiten der Tempel

Die Tempelanlagen sind jeden Tag von 07:30 bis 17:30 für Besucher geöffnet.

Ausnahmen gelten zum Sonnenaufgang für Angkor Wat und Srah Srang, die bereits ab 05:00 zugänglich sind.

Für den Sonnenuntergang sind Phnom Bakheng und Pre Rup bis 19:00 geöffnet.

Unterwegs in Angkor

Es ist möglich, Angkor zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Tuk Tuk zu erkunden. Es gibt auch Touristen, die erzählt haben, sie wären dort mit einem Moped gefahren. Grundsätzlich ist es aber fast unmöglich, in Siem Reap als Tourist ein Moped zu mieten. Wem es gelingt, spricht von den teuersten Mopedmieten in ganz Südostasien.

Je nach Jahreszeit kann es eine gute oder eine verdammt schlechte Idee sein, Angkor mit dem Fahrrad zu besuchen. In jedem Fall sollte man eine gewisse Grundfitness haben, denn nur um von Siem Reaps Zentrum nach Angkor Wat zu kommen, muss man etwa 7 Kilometer radeln. Und das Kerngebiet Angkors ist 60 km² groß. Es kommen also einige Strecken zusammen.

Aus dem gleichen Grund raten wir davon ab, Angkor zu Fuß zu besuchen.

Der Klassiker ist, für die Zeit seines Aufenthalts ein Tuk Tuk mit Fahrer zu mieten. Dies kann man entweder direkt mit einem der zahlreichen Fahrer, die sich in Siem Reap herumtreiben, aushandeln. Oder man wendet sich an die Betreiber seiner Unterkunft, die ebenfalls Fahrer vermitteln können.

Wichtig ist, die Preise und den Leistungsumfang vor der Abfahrt genau festzumachen und erst zu bezahlen, wenn man wieder heil in seiner Unterkunft abgeliefert wurde.

Wir haben für unser Tuk Tuk im April 2019 pro Tag 60.000 Riel = 13,50 € gezahlt, zzgl. Trinkgeld von 15.000 bis 20.000 Riel, wenn der Service besonders gut war.

Extras wie extra frühes Abholen zum Sonnenaufgang, extra spätes Zurückfahren wegen eines Sonnenuntergangs oder Strecken außerhalb des Kerngebiets von Angkor kosten auch extra, üblicherweise 20.000 Riel für Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang und bis zu 40.000 Riel für die besonders langen Strecken, bspw. zum Banteay Srei (23 Kilometer). Wenn ihr die gratis Vorabend-Option (s.o.) ziehen wollt, müsst ihr mit 40.000 Riel rechnen.

Klärt all das unbedingt vorher ab, wir können das nicht genug betonen. Es kann sonst zu sehr unangenehmen Situationen kommen, wenn am Ende eures Angkor-Abenteuers völlig andere Preise genannt werden wegen irgendwelcher Extras.

Ansonsten gehören Kambodschaner aber zu den freundlichsten, angenehmsten und bescheidensten Menschen in Südostasien. Die Tuk Tuk Fahrer in Siem Reap und Angkor bilden da keine Ausnahme. Solltet ihr doch mit eurem Fahrer unzufrieden sein, dann bleibt euch immer die Möglichkeit, ihn am Ende des ersten Tages für diesen zu bezahlen und euch für den Folgetag einen anderen Fahrer zu organisieren.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Angkor

Irgendwann ist es zum Standard geworden, in Angkor einen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang zu sehen. Falls ihr das auch machen wollt, erwartet hier nicht zu viel. Wirklich schöne Sonnenunter- und -aufgänge sind in Angkor selten, weil der Horizont häufig im Dunst untergeht. Checkt vorher lieber die Wettervorhersage und sagt im Zweifelsfall eurem Tuk Tuk Fahrer den frühen Start zum Sonnenaufgang ab.

Hinzu kommt, dass man nicht einfach irgendwo in Angkor der Sonne beim Auf- oder Untergehen zuschauen kann. Morgens sind nur Angkor Wat und Srah Srang geöffnet. 2014 hat Maria bei Angkor Wat einen relativ schönen Sonnenaufgang erlebt. Trotzdem empfehlen wir, diesen wichtigsten Tempel Angkors am Nachmittag zu besuchen.

Srah Srang ist ein großes ehemaliges Wasserreservoir. Als wir dort waren, war es fast komplett ausgetrocknet. In der Regenzeit kann es sich vielleicht lohnen, dort den Sonnenaufgang zu beobachten. Ohne Wasser ist das Ganze etwas unspektakulär.

Für den Sonnenuntergang sind nur Phnom Bakheng und Pre Rup geöffnet. Einen der größten Fehler, die man in Angkor machen kann – und wir reden beim Reisen nicht häufig von echten Fehlern – ist, zum Sonnenuntergang zu Phnom Bakheng zu fahren. Ihr werdet euch diesen relativ kleinen und unspektakulären Tempel mit 300 anderen Menschen teilen, für die dort eigentlich kein Platz ist und die jedes bisschen Atmosphäre zerstören. Maria war 2014 dort und das hat ihr fast ihren gesamten Angkor-Aufenthalt verleidet. Die Situation ist seitdem nicht besser geworden – auch nicht in der Nebensaison, wie wir 2019 beim Vorbeifahren feststellten. Tut euch das nicht an.

Der Sonnenuntergang bei Pre Rup mag ein wenig entspannter sein und wir nutzten die Möglichkeit, uns diesen Tempel am Vorabend unserer drei Tage in Angkor „kostenlos“ anzuschauen. Der Sonnenuntergang fiel aufgrund des Wetters quasi aus, aber wer möglichst viele Tempel in kurzer Zeit sehen möchte, kann es auch so machen und damit die Besichtigung von Pre Rup vorziehen.

Route durch Angkor

Angesichts der Größe Angkors und der Vielzahl von Tempeln erscheint es nahezu unmöglich, sich ohne Vorkenntnisse für einzelne Tempel oder eine individuelle Route zu entscheiden. Die meisten Besucher verlassen sich daher auf ihre Tuk Tuk Fahrer. Diese werden aber beinahe ausnahmslos das gleiche Programm vorschlagen:

An einem Tag die „kleine Rundfahrt“ (small circuit) mit Sonnenaufgang bei Angkor Wat, an einem Tag die „große Rundfahrt“ (grand circuit), evtl. mit Sonnenuntergang. Solltet ihr noch einen dritten Tag in Angkor sein, wird man euch eine Fahrt zu den entlegeneren Tempeln vorschlagen.

Besucher, die nur einen Tag in Angkor sind, werden üblicherweise die kleine Rundfahrt machen. Auf ihr sieht man unter anderem die drei wichtigsten und berühmtesten Tempel Angkors.

Das Resultat: Hunderte Besucher schieben sich zeitgleich durch die Tempelruinen und jeder schimpft auf all die Menschen hier. Auf der großen Rundfahrt soll es ein wenig besser sein.

Das ist keine böse Absicht von den Tuk Tuk Fahrern. Die meisten wissen es einfach nicht besser und wissen nicht, was ihr euch wünscht. Ihr könnt aber ganz einfach eure eigene Route gestalten. Die muss nicht einmal am Anfang des Tages feststehen. So maximiert ihr auch die Chance, nicht zu den Stoßzeiten in den einzelnen Tempeln zu sein. Ihr werdet dankbar dafür sein, denn das Gedränge ist Grund Nr. 1 wenn Besucher enttäuscht sind von ihrem Angkor-Besuch.

Wir haben unserem Fahrer beispielsweise nur das grobe Gebiet genannt (Tag 1: eher den Westen und Angkor Wat, Tag 2: Angkor Thom, Tag 3: Banteay Srei und all die Tempel, die wir an den ersten zwei Tagen verpasst haben) und dann von Tempel zu Tempel entschieden, wo es als nächstes hingehen soll. Ihr könnt auch immer zurückkehren zu einem Tempel, den ihr schon einmal besucht habt oder spontan „Stopp“ rufen, wenn ihr am Weg einen interessanten Tempel seht. Ihr dürft euren Tag absolut frei gestalten, nur keine Schüchternheit!

Um es euch ein bisschen einfacher zu machen, haben wir unsere Tempel-Empfehlungen und ein paar „Geheimtipps“ zusammengetragen, die während unseres Besuchs nicht stark besucht waren. Daneben gibt es Dutzende anderer Tempel, von denen jeder einzelne sehenswert ist.

Die Haupttempel von Angkor

Angkor Wat: Der wichtigste Tempel Angkors und eines der beeindruckendsten Gebäude, die wir je gesehen haben. Nehmt euch viel Zeit. Der größte Besucherandrang ist morgens. Das Licht ist aber am Nachmittag viel besser und dann ist es auch leerer. Daher unsere klare Empfehlung: Besucht Angkor Wat zur goldenen Stunde und seid mindestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang dort.

Bayon: Der Tempel mit den vielen Gesichtern. Aufgrund seiner Lage ist er rund um die Uhr gut besucht, aber am schlimmsten ist es vormittags, weil die Massen direkt hierher gefahren werden, nachdem sie in Angkor Wat waren.

Ta Prohm: Der „Tomb Raider“ Tempel und bekannt für die Bäume, deren Wurzeln diesen Tempel umklammert halten. Auch sonst ein sehr schöner Tempel, der vormittags am leersten ist. Wenn es euch dort trotzdem zu voll ist, dann besucht einen der anderen „Dschungel-Tempel“, die ähnliche Motive und eine friedlichere Atmosphäre bieten (s.u.). Tipp 1: Geht auch außen um den Tempel herum. Dort ist es leerer und friedlicher. Tipp 2: Sucht den Stegosaurus (im Inneren des Komplexes).

Auch nicht verpassen

Östlicher Mebon: Groß, beeindruckend und mit Elefantenstatuen. Aufgrund der Größe verlieren sich die Besucher und man hat einige Ecken für sich.

Pre Rup: War Vorbild für den viel größeren Angkor Wat. Wenn ihr einen Sonnenuntergang anschauen wollt, dann dort. Besseres Licht gibt es natürlich, wenn die Sonne noch am Himmel steht.

Preah Khan: Ein noch größerer und komplexerer „Dschungel-Tempel“ als Ta Prohm, der aber weniger bekannt und deshalb auch weniger überlaufen ist.

Baphuon: Großer, alter Tempel mit bemerkenswerter Rekonstruktionsgeschichte. Nach dem Besuch des Baphuon lohnt es sich, nicht vorne raus zu gehen, sondern hinten rum den Umweg über Phimeanakas und Preah Palilay zu machen. Das sind zwei kleine, wenig bekannte und von Bäumen vereinnahmte Tempel. Ihr lasst euch dann von eurem Fahrer an der Terrasse der Elefanten wieder einsammeln.

Terrasse des Lepra-Königs und Terrasse der Elefanten: Nehmt euch unbedingt die Zeit, von den Terrassen herunterzusteigen und die Fassade, vor allem von der Terrasse des Lepra-Königs, anzuschauen. Das ist die rechte, wenn man auf der Straße vor den Terrassen steht und drauf schaut.

Südtor von Angkor Thom: Angkor Thom ist kein einzelner Tempel, sondern war vielmehr eine riesige Stadt, die sich nördlich von Angkor Wat erhob. Ihr werdet fast zwangsläufig mindestens einmal durch das herrlich restaurierte Südtor fahren. Steigt ruhig aus eurem Tuk Tuk aus und geht zu Fuß hindurch. Euer Fahrer sammelt euch auf der anderen Seite wieder ein.

 

Neak Pean: Der Lotus-Tempel, der inmitten kleiner Pools steht. Der Weg über die Holzstege durch den nördlichen Baray (ein ehemaliges Wasserbecken) hin zum Tempel ist auch bei Trockenheit bemerkenswert.

Banteay Srei: Die Schmuckschatulle Angkors. Auch wenn ihr eine ganze Weile dorthin fahrt und eurem Tuk Tuk Fahrer mehr zahlen müsst, ist dieser Tempel den Aufwand mehr als wert. Wunderbare Steinmetzarbeiten in rosa Sandstein.

„Geheimtipps“ – oder was wir dafür halten

Banteay Samré: Eine große, völlig verlassene Überraschung für uns mit schönen Steinmetzarbeiten.

Banteay Kdei: Noch ein „Dschungel-Tempel“, der zwar verfallener ist als Ta Prohm, aber gerade deshalb einen Besuch wert.

Osttore Angkor Thom: In der östlichen Stadtmauer Angkor Thoms gibt es zwei Tore, das Gate of the Dead und das Victory Gate. Echter Geheimtipp: Ihr könnt auf der alten Stadtmauer vom Gate of the Dead zum Victory Gate laufen. Lasst euch dort von eurem Fahrer wieder abholen. Lohnt sich!

Ta Som: Ein weiterer Dschungel-Tempel, der große Ähnlichkeit mit Ta Prohm aufweist. Wird auch als „Miniatur-Ta Prohm“ bezeichnet.

Etwas ganz anderes

Prasat Top West: Kein „Must-See“, aber wenn ihr ein wenig Zeit übrig habt würden wir uns freuen, wenn ihr da einmal vorbeifahrt. Denn als wir dort waren, wurde der Tempel gerade restauriert. Die Arbeiter waren ganz verdutzt, Touristen zu sehen. Es gab uns aber einen spannenden Einblick in diese Restaurationsarbeiten. Vielleicht könnt ihr ja ein paar Fotos schießen, damit wir sehen, wie der Tempel inzwischen aussieht. Der Prasat Top West befindet sich im südöstlichen Quadranten von Angkor Thom, auf dem Weg zum Westtor. Die Straße ist dort etwas holprig.

Verpflegung und Souvenirs in Angkor

Wenn ihr mit dem Tuk Tuk unterwegs seid, dann nutzt das und nehmt so viel Wasser mit wie möglich. Es gibt auf dem Gelände viele Möglichkeiten, Essen und Trinken zu kaufen, aber das ist natürlich teurer und verursacht auch nur wieder Abfall. Aufgrund der Temperaturen waren wir tagsüber ohnehin nicht hungrig und nutzten die Zeit lieber, um noch mehr Tempel zu besichtigen.

Euer Tuk Tuk Fahrer wird wahrscheinlich gekühltes Wasser in Plastikflaschen dabei haben, das er euch anbieten wird. Es liegt an euch, ob ihr das nutzen wollt. In dem Fall solltet ihr das beim Trinkgeld berücksichtigen.

An den meisten großen Tempeln werdet ihr außerdem auf Frauen und kleine Kinder treffen, die euch Postkarten, Bücher, Schals und andere Souvenirs verkaufen wollen. Manche Kinder werden auch um Geld oder Süßigkeiten betteln. Sie können ziemlich hartnäckig sein.

Auch wenn es weh tut: Bleibt den Kindern gegenüber unnachgiebig. Mit kleinen Gaben ist keinem dieser Menschen wirklich geholfen und das System wird nur weiter am Leben erhalten. Denn für die Eltern bleibt es lukrativer, ihre Kinder zum Arbeiten und Betteln zu schicken, als in die Schule. Deshalb kaufen wir Souvenirs etc. nie von Kindern, sondern immer nur von Erwachsenen. Es gibt lokale Organisationen, die den Kindern und Familien vor Ort wirklich helfen und denen man etwas spenden kann, wenn man möchte.

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