Wir haben beschlossen, nicht mehr (nur) auf andere zu schimpfen und uns hinter anderen zu verstecken. Selbstverständlich könnten und sollten Politik, Industrie, „die Gesellschaft“ und die oberen Zehntausend viel mehr zum Schutz unserer Lebensgrundlage machen.

Aber gibt uns das das Recht, auf der faulen Haut zu liegen? Weiterhin unseren Konsum, unsere Lebensweise, unseren selbstverständlichen Luxus nicht zu hinterfragen? Knauserig immer das Günstigste zu kaufen, keinen Cent für den Umweltschutz auszugeben?

Natürlich werden wir allein nicht die Welt retten. Wir allein werden nicht dafür sorgen können, dass die Kinder, die heute geboren werden, selbst noch guten Gewissens Kinder bekommen können. Aber wir können einen kleinen Unterschied machen. Wir können andere Menschen inspirieren – vielleicht sogar jemanden, der einen größeren Unterschied machen kann. Wir können eine kritische Masse werden, die große Veränderungen erzwingt. Das allermindeste, das wir tun können ist, Zeit zu gewinnen. Vielleicht genug Zeit, damit sich die Weltgemeinschaft zusammenrauft und damit Wissenschaft und Forschung Lösungen für unser selbstgeschaffenes Problem finden, die wirklich nachhaltig sind.

Was wir gemacht haben

Einige kleine Schritte sind wir bereits auf unserer Reise gegangen. Als wir zurückgekommen sind nach Deutschland, sind diese Schritte größer und zahlreicher geworden. Und nun haben wir endlich etwas getan, das uns seit Monaten auf der Seele brannte: Wir haben unseren CO₂-Ausstoß während der Reise (weitestgehend) kompensiert!

Weitestgehend, weil wir uns dabei auf die Flugreisen und ein paar weitere größere Posten konzentriert haben. Dies waren mit Abstand die größten Klimakiller während unserer Reise und sie waren für uns gut quantifizierbar.

Natürlich sollte eine Kompensation nach der Vermeidung von CO₂-Emissionen immer nur zweite Wahl sein. Und sie sollte einen niemals dazu verleiten, mehr zu konsumieren oder beispielsweise mehr zu fliegen – getreu dem Motto „Ich kann es ja wiedergutmachen.“

Doch wir sind diese Tausende von Kilometer nun einmal geflogen. (Mehr als 110.000 Kilometer, um genau zu sein!) Wir sind über 10.000 Kilometer mit Campervans durch Neuseeland und Australien gefahren. Wir haben eine einwöchige Kreuzfahrt durch die Galápagos-Inseln gemacht. All das können wir nicht rückgängig machen. (Um ganz ehrlich zu sein, würden wir auf die Erfahrungen, die wir dadurch machen konnten, auch nicht verzichten wollen.) Aber wir können einen Ausgleich schaffen.

Das war erstaunlich einfach und günstig. Wir hatten mit weitaus höheren Kosten gerechnet. Angesichts der nicht ganz 60.000 €, die wir zu zweit für unsere Weltreise ausgegeben haben, sind die 1.100 € für die CO₂-Kompensation geradezu lachhaft gering. Das sind nicht einmal 2% zusätzlich! Wir sagen: Wer es sich leisten kann zu reisen, der kann sich auch die CO₂-Kompensation dazu leisten.

Wer mehr zum Wie, Wieviel und Wo unserer Klimakompensation lesen will, der findet hier die entsprechenden Informationen.

Außerdem haben wir noch ein paar Gedanken zum Thema “nachhaltig reisen” zusammengetragen. Klickt euch doch einfach mal durch.

Panoramablick über die Küste des Coorong Nationalparks, Australien

2 Comments

  1. Uff, da hat sich ja jemand Mühe gemacht die ganzen Ausgaben und alles noch einmal aufzudröseln… vielen Dank für diesen Einblick. 🙂

    Zum Thema klimafreundlich reisen kann ich nur den Hut ziehen und stimme zu, dass auch in fremden Ländern die öffentlichen Verkehrsmittel kein Hexenwerk sind.

    1. Wir wollten unsere Ausgaben ja ohnehin im Auge behalten, da war das gar nicht so viel mehr Arbeit. Und da wir finden, dass wir ohnehin viel mehr über Geld reden sollten, stellen wir das auch gerne online. Ist ja kein Geheimnis, was so eine Reise kostet und hilft dem einen oder anderen vielleicht sogar.

      Den Hut musst Du aber nicht vor uns ziehen. Wir hätten noch viel klimafreundlicher unterwegs sein können und sollen – aber viele Erkenntnisse kamen halt erst im Laufe der Zeit. Beim nächsten Mal wird es besser! 😉

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